Zahlungssicherung mit Akkreditiv

Akkreditiv als Mittel gegen Zahlungsausfall
Das Akkreditiv wird gerne genutzt, um eine Ware im voraus und doch sicher zu bezahlen. Das Akkreditiv ist eine Bescheinigung von Person (Kaufmann) oder einer Körperschaft (Bank), dass eine Zahlung erfolgen kann.
Ursprünglich war Akkreditiv ein Kreditbrief, der im Mittelalter von florentinischen Banken ausgestellt wurde. So mußten auf Reisen keine Goldmünzen mitgeführt werden, die schnell gestohlen werden konnten. In der Diplomatie ist ein Akkreditiv ein Beglaubigungsschreiben für einen Diplomaten.
Akkreditiv im Import / Export
Ein Akkreditiv ist das Zahlungsversprechen der Bank eines Importeurs geknüpft an Bedingungen wie beispielsweise der Lieferung einer Ware. So hat der Exporteur die Garantie, dass seine Ware bezahlt wird. Besonders deshalb, weil eine Bank dafür garantiert und nicht ein Importeur, der ja auch pleite gehen kann. Der Importeur muss andererseits keine Vorkasse in Ausland leisten, ohne zu wissen, ob er dafür eine Gegenleistung erhält. Der Verkäufer / Exporteur muss dazu nur die notwendigen Dokumente vorlegen, dass die Lieferung erfolgt ist. Im Akkreditiv wird die Ware genau beschrieben, dazu gehören Aussehen, Menge, Lieferfrist oder Verpackung. Die Bank verpflichtet sich unwiderruflich das Geld an den Exporteuer zu zahlen, wenn alle Dokumente vorgelegt wurden. Oft übernimmt die Hausbank des Exporteurs auch Abwicklung aller notwendigen Dokumente.
Das Dokumenten-Risiko ist das größte Risiko beim Akkreditiv. Ein Schreibfehler kann die Zahlung platzen lassen. Ebenso eine kleine Überschreitung der Liefertermine. Der Vorteil liegt hier klar beim Importeur. Auch der Vorteil, die eigene Liquidität zu erhalten, bis die Ware geliefert ist. Der Nachteil für den Importeuer liegt darin, dass sich die Ware dann später doch noch als nicht den Erwartungen herausstellt. Dies kann aber auch bei anderen Zahlungsarten passieren.
Betrug ist beliebt mit gefälschten Akkreditiven, meist unter der Bezeichnung: Letter of Credit. Der Betrug liegt dann in einer Fälschung des Letter of Credit.
* Hör-Tipp: Das Hör-Buch „Das Akkreditiv“ von Peter Lennemann und Kathrin Hildebrand.