Ordnung im Buero als Geschaeftsidee

Büro-Ordnung zu Geld machen
Edith Stork, eine ehemalige Bibliothekarin, Dokumentarin und Sekretärin, war arbeitslos und suchte nach einem Ausweg aus ihrer Misere. Sie hatte eine Geschäftsidee, bei der sie ohne das ohnehin nicht vorhandene Startkapital auskam und das genau ihren Neigungen entsprach.
Die Frau aus Frankfurt am Main wußte, wieviel Zeit und Geld in Büros verloren gehen, weil Unterlagen in der Bürowelt nicht gefunden und ständig neu sortiert werden oder durch einen Aufschieberitis-Anfall für das Entrümpeln.
Edith Stork entwickelte ein System zur Änderung der Bürokultur, mit dem die Suche nach Dokumenten endgültig beendet werden kann, auch in den Ordnern, die von den Kollegen zusammengestellt werden, hat jeder das gesuchte Stück Papier sofort in der Hand.
Zeit wird gespart, die Mitarbeiter können ihre Arbeitszeit endlich für ihre eigentlichen Aufgaben nutzen. Edith Stork stellte ihre System auf Seminaren vor. Ihre Geschäftsidee schlug ein. Sie war schnell ausgebucht, denn das System nur vorzustellen reicht nicht, die Mitarbeiter wollen geschult sein.
Edith Stork unterteilt die Menschen in Volltischler, Leertischler und Bodengründler, die sie überzeugen muss, das ihr System, vom Chef gekauft, auch etwas für das eigene Büro ist, dass der Bürobedarf nicht bei den Büromaschinen endet. Das Papier-Chaos muss gebändigt werden und nicht unter den Tisch oder in den Aktenschrank gekehrt werden.
Ein Büro-Ordnungs-System als Marke
Edith Storck ließ ihr Büro-Ordnungs-System als Marke schützen. Sie nannte es: A-P-DOK = Administration, Projekte, Dokumentation.
Jedes Stück Papier wird einer dieser Kategorien zugeordnet. Was nicht in diese Kategorien paßt: fliegt weg. Die Kategorie "Diverses" gibt es nicht.
Edith Stork macht ihre Büro-Ordnung bekannt
Edith Stork erweist sich auch als eine Meisterin im Marketing für ihre Geschäftsidee. Zwei Bücher hat sie inzwischen über ihr System geschrieben, in denen Sie mehr Ihre Geschichte erzählt und das Erklären des Systems ihren Seminaren überläßt. Und Edith Stork und ihrem Büro-Ordnungs-System wurde eine ARD-Reportage gewidmet: "Schränke auf! Bürokontrolle!" (2003).
Was für Geld bringt die Büro-Ordnung
Der Tagessatz von Edith Stork kann sich sehen lassen: ab 1.950 Euro aufwärts.

Lesetipp: Das Buch „Logistik im Büro: Unordnung kostet Geld“ von Edith Stork


Logistik wird immer wichtiger. Die Bedeutung der Produktion nimmt ab. Man kann dies sogar in Zahlen ausdrücken, wenn die Kosten für ein Produkt aufgegliedert werden. Oft machen die reinen Herstellungskosten nur einen Buchteil des Preises aus. Immer mehr Güter, die zum Kunden gelangen, sind weniger das Ergebnis einer Produktion sondern mehr einer Logistik, die die Planung eines Generalstabes in den Schatten stellen würde.
Vorgänge rationalisieren: Telefon statt Brief. E-Mail statt Fax.

Eigentlich sind die Begriffe Arbeitsorganisation und Zeitmanagement nicht neu. Das papierlose Büro sollte schon längst die Papierflut verebben lassen. Über das optimale Erstellen eines Formulars gibt es unzählige Formulare. Warum ein Protokoll am Ende eines Meetings schreiben; einfach nur den Beschluß in knapper Form als Kopie nach der Sitzung verteilen: Wer macht was bis wann? Treffen nur einberufen, wenn auch wirklich etwas zu besprechen ist. Aufgeschobene Nachrichten und Aufträge rauben viel Energie und sorgen für Gewissensbisse und Zeitdruck. Vieles erledigt sich so allerdings auch von selber.
Der Kampf für Ordnung im Büro ist auch ein Kampf gegen ungeschriebene Regeln im Betrieb. Letztlich ist Büro-Organisation immer Teil von Zeitmanagement. Aufräumen beginnt im Kopf. Wer Zeit spart, spart Kosten, ob man sie nun in Geld mißt oder nicht. Ein Begleiter der Unordnung ist die Hektik. Erfolg hat nur eine Ordnung auf Dauer. Diese muss so geplant, durchgeführt und kontrolliert werden wie die Produktion einer Maschine.
Zeitmanagement Systeme kosten oft mehr Zeit als sie sparen sollen. Es wird keine Zeit gewonnen sondern nur schriftlich begleitet.
Viele Sitzungen kosten nur Geld. Wenn eine Versammlung Geld bringen soll, dann muss sie gut vorbereitet sein. Zu einer guten Vorbereitung gehört auch die Frage: Ist die Sitzung überhaupt notwendig?
Formulare sollen Abläufe vereinfachen. Oft hindern Formulare die Mitarbeiter aber nur am arbeiten. Ganz zu schweigen von den Formularen die von Behörden in das Unternehmen flattern.
1900 wurde die Büroklammer erfunden, von Johann Vaaler, einem Norweger in Deutschland. Gibt es eigentlich einen Erfinder der Klarsichthülle?
Ordnung und Ordnung allein führt endgültig zur Freiheit. Unordnung schafft Knechtschaft. Charles Pierre Peguy
Das Leben ist zu kurz für lange Meetings. Klaus Klages
Gebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen, Doch Ordnung lehrt Euch Zeit gewinnen. Johann Wolfgang von Goethe
Die Ordnung ist die Lust der Vernunft, aber die Unordnung ist die Wonne der Phantasie. Paul Claudel
Ordnung halten nur die Dummen, ein Genie beherrscht das Chaos.