Crassus Feuerwehr Geschaefte

Geschäftsmodell antike römische Feuerwehr
Der römische Consul Marcus Licinius Crassus Dives (115 oder 114 v.Chr. - 53 v.Chr.) wurde zum reichsten Mann des römischen Imperiums unter anderem mit einer ebenso genialen wie unverfrorenen Geschäftsidee. In Rom brachen ständig Feuer aus. Die meisten Häuser wurden aus Holz erbaut, illegal wurden neue Stockwerke errichtet, geheizt und gekocht wurde am offenen Feuer. Der große Brand von Rom, am 19. Juli 64 n. Chr., der später Kaiser Nero in die Schuhe geschoben wurde, war fast unvermeidlich. Nach diesem sechs Tage lang dauernden Brand ließ Nero die Straßen verbreitern, die meisten Häuser aus Stein bauen und in ihrer Höhe begrenzen. Crassus gründete im Jahr 80 v.Chr. die erste Feuerwehr. Dazu verteilte er Feuerwehreinheiten aus Sklaven über die Stadt. Zu jeder Feuerwehreinheit gehörte auch ein Immobilienmakler. Wenn die Feuerwehreinheit bei einem brennenden Haus eintraf, dann machte der Immobilienmakler dem Hausbesitzer ein sofortiges Kaufangebot für sein Haus, zu einem lächerlichen Preis. Wenn der Hausbesitzer nicht einwilligte, dann konnte er sich zusammen mit der Feuerwehr ansehen, wie sein Haus abbrannte. Die Feuerwehr von Crassus löschte nur Häuser, die Crassus gehörten. (Gerüchten zufolge standen auf Crassus Gehaltsliste auch Brandstifter.) Diese Sklaven-Feuerwehr wurde erst vom römischen Kaiser Augustus in der Zeit von 24 v.Chr. bis 21 v.Chr. durch eine Berufsfeuerwehr unter dem Polizeihauptmann Marcus Egnatius Rufus abgelöst. Diese Feuerwehreinheiten und die dazu gehörenden Nachtwächter (cohortes vigilium) waren zwar immer noch mit Sklaven besetzt, waren aber besser ausgebildet, ausgerüstet und standen auch Freigelassenen offen. Nebenbei: Sein Geld nutzte Crassus dann für seinen politischen Aufstieg. Er verhinderte, dass das Heer des Spartacus Italien verlassen konnte, indem er die Flotte bestach, in See zu stechen, bevor Spartakus und sein Heer den Hafen erreichten. Mit zwei römischen Garnisonen versperrte er Spartacus anschließend den Weg und zwang damit Spartakus, wieder gegen Rom zu marschieren. Diese Nachricht versetzte Rom in Schrecken und Crassus wurde zum Praetor ernannt. Crassus metzelte Spartakus und sein Herr nieder, schlug die Gefangenen entlang der Via Appia ans Kreuz, und wurde dafür zum Konsul gewählt. Dies läutete wiederum das Ende der Demokratie in Rom ein und dem Übergangs-Triumvirat (Gnaeus Pompeius Magnus, Gaius Julius Cäsar und Marcus Licinius Crassus Dives) folgt der erste römische Diktator/Kaiser auf Lebenszeit: Julius Cäsar. Crassus fand sein Ende im Jahr 53 v.Chr. in der verlorenen Schlacht bei Carrhae gegen die Parther. Der abgeschlagene Kopf von Crassus wurde dem Partherkönig überreicht. Und alles begann mit der Geschäftsidee einer Feuerwehr ...
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