Geschaeftsidee Red Bull und Firmengeschichte

Die Red Bull Geschichte ist die erfolgreiche Kopie einer Geschäftsidee. 1982 sitzt der Marketing-Direktor von Blendax Zahnpasta in der Bar des Mandarin Hotels in Hong Kong, der Österreicher Dietrich Mateschitz. Er liest in der "Newsweek" eine Aufstellung der zehn größten Steuerzahler Japans. An der Spitze steht der Besitzer eines "Energy Drink's". So entsteht die Idee, die ihn zum Milliardär machen soll. Die bereits in Asien erfolgreiche Geschäftsidee der Energiedrinks im Westen kopieren.
Mateschitz kannte die "Energy Drink's aus Konferenzen in Asien, die dort von vielen Managern getrunken wurden, für bessere Konzentration und gegen die Müdigkeit. Diese Getränke waren im Westen unbekannt. "Ich habe diesen Markt analysiert und mich gewundert, daß es diese Produkte außerhalb Asiens noch nicht gab."


Videoclip mit Eventfilm zu den Red Bull Big Days.

1983 erwirbt Dieter Mateschitz für seine Geschäftside die Lizenz für den thailändischen Drink "Krating Daeng"; gegen eine Unternehmensbeteiligung kauft er den Thailändern ihre Geheimformel ab.
1984 gründet Dietrich Mateschitz für seine Geschäftsidee die Red Bull GmbH. Der Name "Red Bull" ist die Übersetzung von "Krating Daeng" ins englische (außerdem hat Mateschitz das Sternbild Stier).
Zusammen mit seinem Studienkollegen Johannes Kastner, der in Frankfurt eine Werbeagentur aufgebaut hatte, entwickelt er eine Kampagne für seinen Drink. Die Marke, der Preis, das Marketing - alles ist von Anfang an global ausgerichtet. Zwei Jahre lang basteln sie für die Geschäftsidee an Kampagnen, von denen Mateschlitz nicht eine gefällt. Dann hat Kastner die Idee: "Red Bull verleiht Flügel." Genau das sollte ein Energy Drink tun. Dazu entwirft Kastners Art Director Horst Sambo die heute typischen Strichfiguren - und die Dose kreiert der britischen Designer Tom Baum, nachdem zuvor gut hundert Varianten verworfen wurden.
Der Drink selbst besteht aus Koffein, Vitaminen und anderen Substanzen, die den Kreislauf und das zentrale Nervensystem anregen. Die zwei Übertragungssubstanzen Taurin und Glucuronolacton bauen Schadstoffe beschleunigt ab, weshalb das Getränk auch als Katermittel geeignet ist. Das Getränk macht wach, verbessert Konzentration und Reaktionsfähigkeit, und erhöht damit die Ausdauer.
Beim Öffnen der Dose kommt einem der intensive süßliche Duft von Gummibärchen entgegen. Der erste Schluck setzt eine Gänsehaut frei. Die Kohlensäure wirkt sehr intensiv (in "Krating Daeng" war keine Kohlensäure). Mit zwei Schluck ist die Dose leer getrunken. Den Inhalt trinkt man nicht, weil man etwas angenehmes trinken will. Eigentlich eine schräge Geschäftsidee.
Ein hoher Preis ist in dieser Geschäftsidee die Grundlage für den Erfolg. In dieser Geschäftsidee kostet eine Dose so viel, wie ein guter Sekt. Der hohe Preis schreckt nicht ab, er erhöht im Gegenteil das Vertrauen in die Wirkung des Getränkes. 1987 gibt es den ersten Red Bull Energiedrink zu kaufen. Viele Bars weigern sich anfangs, ein solches "Gesundheitsgetränk" anzubieten. Mateschitz verteilt an Studenten je eine Kiste seines Energiedrinks, damit sie sie auf ihren Partys anbieten konnten. Trendsetter werden zum Marketing für die Geschäftsidee eingestellt, um die Botschaft zu verbreiten. Autos fahren herum, mit einer großen Dose Red Bull auf dem Dach und gekühlten Dosen innen, die an Menschen verteilt werden, die "Energie benötigten". Das Marketing erobert schnell eine Anhängerschaft.

In Deutschland war die Geschäftsidee schon in aller Munde, bevor es den Drink überhaupt zu kaufen gab. Bis 1994 war das Getränk in Deutschland nicht erhältlich, weil es als "nicht verkehrsfähig" galt. Das Unternehmen musste erst einen Antrag stellen und ein langes juristisches Gezerre hinter sich bringen, ehe die Dosen in Deutschland verkauft werden durften. Vorher wurde das legendäre Getränk bereits für Partys über die Grenze geschmuggelt. Als das Getränk dann offiziell verkauft werden darf, gibt es kein Halten mehr. Verbraucherschützer, Eltern und Lehrer heizen den Verbrauch noch zusätzlich an, indem sie vor dem Genuß des Muntermachers warnten. 1998 wurden von dem Energydrink nach Deutschland fast eine Dose pro Kopf der Bevölkerung verkauft.

Das Vertriebspersonal in der Geschäftsidee ist immer auf der Suche nach den Bars und Clubs, in denen sich die Trendsetter aufhalten. Dort bieten sie den Besitzern Kühlschränke und andere Ausrüstung mit dem Logo des Unternehmes an. Jeder dritte Umsatz-Euro wird für das Marketing ausgegeben. Mateschitz denkt sich immer neue Marketing-Strategien aus, hat aber selbst noch nie ein TV-Interview gegeben. Besonders ist Red Bull dort aktiv, wo es um Symbole für dynamische Leistungsfähigkeit geht, um sichtbaren Speed und Sieg: im Autorennsport ober bei anderen Extremsportarten wie Klippenspringen, Snowboarding, Skispringen, oder Paragliding.

Die Geschäftsidee: Das Unternehmen ist kein Produzent

Pro Jahr werden auf dem gesamten Erdball 2,5 Milliarden Dosen geleert. Dabei gehört Red Bull in seiner Geschäftsidee nicht eine Abfüllanlage, kein Lager und kein einziger LKW für die Auslieferung. Das Einzige was dem Unternehmen Red Bull gehört, ist die Vertriebsmannschaft und das Marketing. Die Arbeit besteht in: Marketing, Marketing und nochmals Marketing. Dividenden gibt es nicht, jeder Euro und jeder Dollar fließen in neue Projekte und neue Märkte für diese Geschäftsidee.

* Lesetipp: Eine Biografie des Unternehmens und seines Gründers Wolfgang Fürweger: Die Red-Bull-Story. Der unglaubliche Erfolg des Dietrich Mateschitz. Buch - bei Amazon

* Mehr Informationen zum Unternehmen: www.redbull.de

2 Kommentare:

taichianer hat gesagt…

Lieber Yin und Yang,

...eigentlich ist dieser Artikel wiederum genau die Wiederholung des "Marketing" für Red Bull, welche mit dieser "beschönigten Geschichte" vielen Generationen von angehenden BWL-Studenten in Ehrfurcht vor ihrem Idol, die Feuchtigkeit in Hose und Augen treiben lässt.

Manche Österreicher (Salzburger) welche die Anfänge "miterleben" durften, berichten hingegen davon, dass Herr Mateschitz - wie viele andere mit ähnlichen Ideen - kurz vor dem Konkurs gestanden hätte - oder sogar schon insolvent gewesen wäre - bis es ihm schließlich gelang, die Firma und Idee an einen schwerreichen chinesischen Pharmaindustriellen zu verkaufen, welcher seit diesem Zeitpunkt mit 51% Mehrheitsanteil Firmeneigentümer wurde (...und bis heute ist). Jener sorgte mit seinem immensen Kapital und ebenfalls vorhandenen Verbindungen schließlich auch dafür, dass die entsprechenden "lebensmittelrechtlichen" Genehmigungen und sonstige "Fallstricke" (sprich z.B.: Einfuhr in Deutschland) beseitigt werden konnten.

Aus marktpolitischen Überlegungen wird auch heute noch "der Salzburger" als "Frontmann" von Red Bull in den Vordergrund gestellt - was sicher nicht zum (finanziellen) Schaden von Herrn Mateschitz ist und sich bis heute einfach "gut verkauft".

Interessant mag dem einen oder anderen auch die (ungenannte und öffentlich verschwiegene) Verbindung von Red Bull zur ostasiatischen Pharmaindustrie erscheinen. Vor allem wenn man weiss, dass Taurin ein Extrakt ist, welches aus Stierhoden gewonnen wird. "Taurus" für lateinisch "Stier" ist also durchaus wortwörtlich zu verstehen.
Ob der Extrakt noch immer, wie im Ursprungsland Thailand , aus den Hoden von Stieren gewonnen wird, oder zwischenzeitlich künstlich hergestellt wird (Bezug: Pharmaindustrie) kann - derzeit - niemand in der Öffentlichkeit nachvollziehen.

Die Genialität von Hrn. Mateschitz lag - und liegt - in seiner Fähigkeit als Verkäufer: Er hat sich und "sein Unternehmen" zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verkauft. Der Rest ist weniger Genialität als vielmehr die Tatsache, dass mit enormen finanziellen Mitteln, eben noch viel mehr Möglichkeiten eröffnet sind, noch viel mehr Werbung erfolgen kann und damit eben noch viel mehr Geld gemacht werden kann. That's it!

Michael hat gesagt…

Oh mein Gott. Das Kommentar strunzt mal wieder von Vorurteilen, die ohne Sinn und Verstand zusammengesucht wurden. Echt lustig, wenn man es genau nimmt....

1. Red Bull gab es schon lange in China - allerdings etwas süßer und ohne Kohlensäure. Die Erfindung wurde tatsächlich erst von Mateschietz nach Europa gebracht.
2. Mateschietz versuchte das Getränk fast zwei Jahre lang in Deutschland zuzulassen. Wegen der Bürokratie kam das allerdings nie zu Stande. Gezwungen durch die drohende Insolvenz, wich er nach Österreich aus, wo das Getränk zugelassen wurde.
3. Taurin wird aus Stierhoden gewonnen. Dieser Spruch ist wahrscheinlich so lächerlich, wie er alt ist.
Zum einen: Taurin wurde Mitte des 18-ten Jahrhundert aus Stiergalle extrahiert. Galle wird in der Leber extrhiert, und auch bei einem Stier ist der Hoden nicht in der Leber angesiedelt.
Zum anderen: Die Herstellung von Taurin ist seit Anfang des 1900 Jahrhundert möglich. Daher ist es doch sehr stark zu erwarten, dass man Taurin in Red Bull künstlich gewinnt, und keine große Stierfarm zur Taurin-Produktion betreibt.

Bevor man solch ein Kommentar rauslässt, sollte man sich dringend informieren...

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