Geschaeftsidee Mondgrundstueck

Geschäftsidee Mondgrundstück
„Wer in der Vergangenheit ein Grundstück auf dem Mond oder auf einem anderen Himmelskörper gekauft hat, ist möglicherweise [!] einem Betrüger aufgesessen.“ René Schneider, Direktor des Instituts für Völkerrecht in Münster


Auf dem Videoclip ist der Mond zu sehen am nächtlichen Himmel. So kann jeder sein Mondgrundstück betrachten, falls das Grundstück auf der Mondseite liegt, die dem Mond zugewandt ist.

Grundstück auf dem Mond zu verkaufen
Es gibt Geschäftsideen, auf die muss man erst einmal kommen. So werden Grundstücke auf dem Mond verkauft aber auch auf dem Mars oder der Venus. Für nen Appel und 'n Ei. Auch Sterne sind im Angebot. Und da das All schier unendlich ist, wird das Angebot auch nicht ausgehen. (Allein die Mondoberfläche umfaßt zirka 38 Millionen Quadratkilometer = 38 Milliarden 1000-Quadratmeter-Grundstücke.) Für riesige Ländereien fallen nicht einmal Notarkosten an. Statt Grundbucheintrag gibt es ein Zertifikat.
Grundlage für die Idee vom Mondgrundstück ist der Weltall-Vertrag ("Outer Space Treaty") der Vereinten Nationen von 1967, der es Staaten verbietet, Anspruch auf den Mond zu erheben - aber nicht Privatpersonen.
Begonnen hat alles mit amerikanischen Geschäftsmann Dennis Hope, der 1980 beim Grundbuchamt von San Francisco seinen Eigentumsanspruch eintragen ließ, für alle Planeten und Monde unseres Sonnensystems, außer der Erde. Er begründete seinen Anspruch mit dem Weltall-Vertrag und mit einem alten amerikanischen Gesetz, das die Besetzung herrenlosen Landes regelt. Danach kann sich jeder als Besitzer für herrenloses Land ins Grundbuch eintragen lassen und wenn dem acht Jahre lang niemand widerspricht, dann wird man Besitzer des Landes. Dennis Hope informierte die Vereinten Nationen und die Sowjetunion über seinen Grundbucheintrag. Niemand widersprach innerhalb von acht Jahren, und so wurde er der Besitzer und vermarktete seine Geschäftsidee.
Zu den Kunden von Dennis Hope gehören neben ganz normalen Bürgern auch ehemalige US-Präsidenten und Hollywood-Größen. Dennis Hope vergibt auch Lizenzen für Wiederverkäufer.
(Gegen das Verhalten von Dennis Hope protestierte der Deutsche Martin Jürgens, dessen Vorfahren am 15. Juli 1756 der Preußenkönig Friedrich der Große den Mond geschenkt hat, für besondere Verdienste.)

Lesetipp: „Das Mondlexikon: Vom richtigen Zeitpunkt.“ von Johanna Paungger und Thomas Poppe:


Die Besitzer der Mondgrundstücke
Die Zahl der Grundstücksbesitzer im All geht längst in die Millionen. Wer ein Mondgrundstück auf der der Erde zugewandten Seite kauft, der kann es sich bei guten Wetter sogar ansehen. Eine Karte von der Oberfläche des Mondes wird meist mitgeliefert. Die meisten kaufen ein solches Grundstück als Geburtstagsgeschenk für den, der schon alles hat, und scheren sich nicht darum, ob dies nun rechtens ist oder nicht.
Aber einige verfolgen damit auch einen Zweck. Sie stellen sich gegen die Pläne von US-Präsident George Bush, der Mond und Mars besiedeln will. Sie stellen an die USA die Forderung, dass keine amerikanischen Flaggen auf ihrem Grundstück wehen und keine Raumfahrzeuge darüber fahren dürfen. Inzwischen überlegen sie, wie sie einen Schutzwall um ihr Mondgrundstück bauen können. Allerdings sind einige auch bereit, ihre Grundstücke den USA zu verpachten.
Früher oder später werden auch Privatleute zum Mond reisen können und da ist es doch schön, dort bereits etwas zu besitzen. Wenn die Schuhe in den Mondstaub treten, dann wird die Geschäftsidee auf die Probe gestellt.
Nicht gekauft werden können allerdings die Apollo Landestellen, die als Besitz der gesamten Menschheit gelten.

* Mehr über die Geschäftsidee von „Lunar Embassy“, dem Unternehmen das Grundstücke im Weltraum verkauft, beim freien Lexikon Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Lunar_Embassy

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